Ex-Nationalspieler Ilkay Gündogan sieht den neuen Modus der Champions League mit Blick auf die immer höhere Belastung für Fußballprofis kritisch. «Viele feiern zwar die sportliche Attraktivität, doch als jemand, der das Fußball-Geschäft von innen kennt, bin ich zutiefst besorgt über das Pensum», schrieb der 35-Jährige im sozialen Netzwerk «LinkedIn».
Der Spielplan sei «unglaublich voll», meinte Gündogan. Er verwies dabei auch auf die aufgeblähte WM, die deutlich erweiterte Club-WM und weitere internationale Partien. Man bewege sich da «auf dünnem Eis».
Ex-Nationalspieler warnt vor langfristigen Folgen
Gündogan trifft im Champions-League-Achtelfinale mit Galatasaray Istanbul im März auf den FC Liverpool. Die Königsklasse war 2024 reformiert worden. Die Gruppen- wurde durch eine Ligaphase ersetzt – mit mehr Mannschaften und deutlich mehr Spielen als zuvor. Nachdem er anfangs kritisch gewesen sei, müsse er mittlerweile zugeben, dass der neue Modus «deutlich spannender» und die Spieltage «wirklich unterhaltsam» seien, erklärte Gündogan.
Die Belastung sei aber ein Problem. «Ehrlich gesagt: Ich bin froh, dass ich heute nicht 17 oder 18 Jahre alt bin. Wenn ich mir vorstelle, dass junge Talente heute ihre Karrieren mit vielleicht über 1000 Pflichtspielen beenden könnten … das ist Wahnsinn», schrieb der Mittelfeldmann. «Wir kennen die langfristigen physischen und psychischen Folgen für die Spieler noch gar nicht.»
Es brauche einen «gesunden Dialog zwischen wirtschaftlichen Interessen und dem Wohl der Hauptbeteiligten», meinte Gündogan. «Die Qualität des Fußballs leidet, wenn sich die Spieler nicht mehr erholen können.»

Schreibe einen Kommentar